Roter Hof


Der Rote Hof



Das Schlossgebäude des Roten Hofes




letzter Besitzer war die Familie Dierig, Fabrikbesitzer in Langenbielau (pol. Bielawa)


Als der rote Hof um 1947 unter den Polen zu einem Gefängnis umfunktioniert wurde, mußten die Inhaftierten die Fliesen aus dem Schloss demontieren "für den Aufbau Warschaus".

Historisches Bild und Grundriss:
http://wroclaw.hydral.com.pl/399891,foto.html




Die Scheune
Ansicht vom Schloss aus, der Blick wandert mit jedem Bild weiter nach rechts



rechts der ehemalige Schweinestall, daneben führte eine Weg zum
weissen Hof; 
darüber das Bürogebäude mit Schüttboden; links die Scheune mit Kartoffelkeller, darüber die Schmiede ( Beschreibung einer ehem. Inhaftierten)



der ehemalige Kuhstall



Der Pferdestall



alle Bilder aus dem Jahr 2006, Heinz Pieper

Auf einen Aufruf im Mai 2008 in der "Hohen Eule" meldeten sich zwei Damen, die zwischen 1947 und 1949 als Gefangene der polnischen Polizei auf dem Hof lebten.
Eine der Familien war die des Rektors der Schule in Bad Dirsdorf, Herr Frönsdorf.
Der Rote Hof gehörte zum Gefängnis in Reichenbach. Erst Ende 1949 wurden alle Inhaftierten entlassen.


Eine weitere dunkle Seite erzählte mir eine Dame auf dem Reichenbacher Treffen 2008 in Warendorf: sie beschrieb, wie ganze Züge jüdischer Häftlinge in Häftlingskleidung durch das Dorf getrieben wurden; es war Januar 1945 und eiskalt; am roten Hof in der Scheune sollten die Gefangenen übernachten; zu Essen bekamen die entkräfteten Menschen Kleie, die mit eiskaltem Wasser in die Schweinetröge gemischt wurde.
Hinter der Scheune (weisses Gebäude s.o.) sollen Lehmgruben als Massengräber für verstorbene Gefangene aber auch für andere ermordete Menschen gewesen sein.

geschichtlicher Hintergrund:
In sogenannten "Todesmärschen" wurden die Häftlinge aus den Konzentrationslagern vor dem Herannahen der alliierten Truppen nach Westen in andere Lager evakuiert. Es gab den Befehl, daß kein Häftling in Feindeshand fallen dürfe. Kranke und für den Marsch zu schwache Häftlinge wurden erschossen.
Am 19.1.1945 begann der große Todesmarsch tausender Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ausschwitz nach Gleiwitz. Vor dem Weitertransport von Gleiwitz wurden Kranke und Schwache erschossen, die anderen Häftlinge zogen weiter über Hotzenplotz, Langenbielau, Reichenbach, das Eulen- und Riesengebirge entlang nach Groß Rosen.

Im Heft 14, Dachauer Hefte, Jahrgang 1999 wird beschrieben, daß es in Langenbielau zwei und in Peterswaldau ein Konzentrations- bzw. Arbeitslager gegeben hat. Diese Lager waren Außenlager vom KZ Groß Rosen. (siehe Linkliste)

Homepage aktuell
 
Infos zu weiteren Orten im ehemaligen Kreis Reichenbach, Eulengebirge:

www.heimatbund-reichenbach.de
www.kreis-reichenbach.de
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Das Dorf
 
Es bestand aus den sechs Gemeinden Nieder-Peilau, Nieder-Mittel-Peilau, Mittel-Peilau, Ober-Mittel-Peilau, Ober-Peilau I und Ober-Peilau II. Neben Ober-Peilau II lag die Kolonie Gnadenfrei der Brüdergemeine.
1934 Eingemeindung; es entstehen die Gemeinden Peilau und Gnadenfrei (Ober-Peilau I und II, sowie Ober-Mittel-Peilau kommen zur Gemeinde Gnadenfrei).
Die Rittergüter
 
Der Schlösselhof

Der Niederhof

Das Gut Mittel-Peilau, bestehend aus dem Roten Hof und dem Weißem Hof
Die Kirchen
 
Die Katholische Kirche, genannt "weiße Kirche"
Sie steht auf einer Anhöhe in Nieder-Mittel-Peilau u. ist eine schöne, schlichte Dorfkirche. Nach der Reformation war sie etwa 100 Jahre evangelisch.

Die Evangelische Kirche, genannt "rote Kirche"
Friedrich der Große wurde am 17. August 1762 nach der Schlacht am Fischerberg von Peilaus Bewohners um Rückgabe ihrer Kirchen oder Erbauung einer neuen gebeten. Er sagte es ihnen zu, aber Preußen fehlten die finanziellen Mittel.
1840 schenkte Friedrich Wilhelm III. dem Ort 14878 Taler für den Bau der Kirche. Eingeweiht wurde die Rote Kirche am 18. Juni 1845.
 
aus: Vergangenheit und Gegenwart von Peilau-Gnadenfrei von Richard Schuck, Kommissions-Verlag Herge und Güntzel (Paul Wiese), Reichbach i. Schl. 1911


"Peilau ist ein sehr großes langgestrecktes Dorf im Kreise Reichenbach an der Eule. Es ist ein sogenanntes Straßendorf. Nur durch die Kolonie Gnadenfrei und in Ober-Peilau I im Zuge der verlängerten Bahnhofsschaussee sieht der Ort wie eine ländliche Stadt aus. Das Dorf beginnt fast am Dirsdorfer Walde und endet dicht vor der Stadt Reichenbach. Der Peilebach begleitet den zirka 12 km langen Ort. Das Wasser gibt demselben höchst malerische Punkte, wie am Gladisteiche. Auch in Mittel- und Nieder-Peilau findet der Wanderer Stellen, welche in ihrer Anmut einen hohen Reiz gewähren..."
 
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