Die Schlacht am Fischerberg

Die letzte Schlacht im siebenjährigen Krieg am 16. August 1762 
am Fischerberg bei Gnadenfei, Schlesien

Quelle: "Berufen zur Verkündigung"
von Max Meyer

Die Schlacht am Fischerberg in der Darstellung des Königs.

Die Österreicher griffen den Herzog von Bevern auf dem Fischerberg mit 3 Korps an:
1. General Beck in Ober-Peilau, 2. General Lascy in Mittel-Peilau, 3. General Brentano Peilau-Schlössel. Zwischen 18 und 19 Uhr stand Beck bei Girlachsdorf im Rücken der Preußen. Zu dieser Zeit ritten Lossow und Lentulus drei Attacken gegen die Kürassiere Brentanos nördlich von Reichenbach kommend auf Schlössel-Peilau. Anschließend führte Friedrich der Große Werner Husaren und Czenttritz Dragoner von Peterswaldau aus zur Hilfe. In des Königs Darstellung gibt die Attacke den Ausschlag. Nach den Forschungen des Generalstabes gab Daun den Rückzugsbefehl, als er den König kommen sah. Es war das letzte Gefecht des siebenjährigen Krieges.

Der Schlachtenmaler Alfred Knötel hat auf einem Ölbild dargestellt, wie Friedrich der Große an der Spitze der Kavallerie aufs Schlachtfeld eilt. Im Hintergrund die Hohe Eule und Reichenbach. Das Bild hängt im Kasino des 11. Preußischen Reiterregiments in Neustadt O./S. (Ober-Schlesien).




 

Denkmal am Fischerberg, 2009
Foto. A. Kordasiewicz, Pilawa Gorna

Aus: Vergangenheit u. Gegenwart von Peilau-Gnadenfrei, R. Schueck, 1911


„Die Einweihungsfeier des Gedenksteines auf dem Fischerberge.

Fotos vom Denkmal am Fischerberg
link zur Seite von Herrn A. Kordasiewicz, Pilawa Gorna, Polen
hier klicken:

http://i55.photobucket.com/albums/g122/pilawagnadenfrei/rybiapomnik2.jpg

http://i55.photobucket.com/albums/g122/pilawagnadenfrei/rybiapomnik1.jpg



Peilau-Gnadenfrei, 13. September 1910

Mit der Einweihungsfeier des Fischerberg-Gedenksteines am vergangenen Sonntag ist eine hochpatriotische Tat zum würdigen Abschluß gebracht worden. Herrlich war die Idee, den am 16. August 1762 im Treffen am Fischerberge gefallenen und verwundeten preußischen und österreichischen Kriegern einen Denkstein zu errichten. Dank der Anregung und unermüdlichen Tätigkeit und des unverdrossenen Arbeitens des Eulengebirgsvereins Peilau-Gnadenfrei ist dieser Gedanke nun zur Wirklichkeit geworden. Die ruhmreichen Taten Friedrichs des Großen haben nun auch in hiesiger Gegend ein würdiges Denkmal gefunden. Die Feier selbst nahm einen ruhigen und stillen Verlauf, ja sie vollzog sich unter dem Ausschluß der großen Öffentlichkeit. Das Wetter war regnerisch und so blieben die Leute zu Hause. Nur Deputationen von Vereinen waren erschienen. Vertreten waren die Eulengebirgsvereine von Reichenbach und Langenbielau und der Verbandvorstand, der Verschönerungsverein von Nimptsch, der Ernsdorfer Kriegerverein, die Peilau-Gnadenfreier Sanitätskolonne, der Verein deutscher Waffenbrüder Ober-Peilau und der Peilauer Krieger- und Veteranenverein. Man vermißte allgemein das Erscheinen von Behörden, was bei diesem patriotischen Akt gewiß angezeigt war. Nachdem die Mitglieder und Gäste sich in der Brauerei zu Ober-Mittel-Peilau versammelt hatten, wurde nach 2 Uhr der Marsch nach dem Fischerberge angetreten. Es setzte gerade ein kräftiger Regen ein. Am Denkmal angekommen, nahmen die Teilnehmer auf der Plattform vor dem verhüllten Denkstein Aufstellung. Ein Männerchor unter Lehrer Bunert’s Leitung sang in schön vertonter Weise zur Einleitung der Feier das stimmungsvolle Lied: „Dir möchte ich diese Lieder weihen.“ Darauf hielt der Vorsitzende des hiesigen Eulengebirgsverein Dr. Mikule folgende Weiherede:
Hochgeehrte Herren! Liebe Vereinsgenossen! Zunächst danke ich Ihnen, daß Sie bei diesem Unwetter überhaupt hierher zu unserer Feier gekommen sind. Wir haben uns heute hier versammelt, um eine längst fällige Schuld abzutragen, um eine alte Pflicht der Dankbarkeit gegen jene braven Vorfahren zu erfüllen, welche vor ungefähr 150 Jahren hier an diesem Berge und seiner Umgebung für ihr Vaterland und für ihr angestammtes Herrscherhaus ihr Blut vergossen haben. Es war ein gewaltiges Ringen in jenen drei schlesischen Kriegen um das Kleinod unserer engeren Heimat, um unsere geliebte Schlesing. Und ein nicht unwesentlicher Tag war in diesem Kämpfen der 16. August 1762, ab welchem die Preußen unter dem Befehl des Herzogs von Braunschweig-Bevern hier am Fischerberge einen mehrfach überlegenen Gegner siegreich zurückgeschlagen haben. Von Osten und von Süden drängten die Oesterreicher unter dem Oberbefehl des Marschall Daun gegen den Fischerberg und Girlberg vor. Aber ihr Mühen war vergeblich. Unter dem Verlust vieler Hunderter an Toten und Verwundeten und unter Zurücklassung zahlreicher Gefangener mußten sie am Abend das Schlachtfeld räumen. Es war das letzte wichtige Treffen des siebenjährigen Krieges. Schweidnitz blieb infolge dieses Sieges in den Händen der Preußen, und gar nicht lange nachher entschlossen sich die Gegner zum definitiven Friedensschluß, durch welchen die dauernde Angliederung Schlesiens an des großen Friedrichs Reich besiegelt ward. Der schönste Edelstein war der Krone der Kaiserin Maria Theresia nach ihrem eigenen Ausspruch verloren gegangen.
Die Hundertjahrfeier dieser Schlacht wurde im August 1862 hier oben durch mehrere Tage festlich gegangen. Noch heut erinnert sich der eine oder andere ältere Bewohner Peilaus jener Freudentage. Schon damals bestand die ernste Absicht, hier oben ein Denkmal der Schlacht zu schaffen. Ein Büchlein, das in unseren Händen ist, gibt Kunde von diesen Plänen. Der Reinertrag des verkauften Werkes sollte dem Peilauer Veteranenverein zur Schaffung eines Denksteines dienen aber das Projekt kam nicht zur Ausführung. Erst unserer Zeit und unserem Verein blieb es vorbehalten, diese Idee zur Tat werden zu lassen.
Schon als ein böses Unwetter den Pilzbergturm vernichtete, da wurde bei uns der Gedanke ventiliert, auf dem Fischerberge einen Aussichtspunkt zu schaffen. Später war es dann ein neuzugezogener Vereinsgenosse, welcher durch Vorlesungen in unseren Vereinsversammlungen und geschichtliche Forschungen den Denksteingedanken nicht mehr einschlafen ließ. Und so nahm denn nach jahrelangem Zögern der Eulengebirgsverein Peilau-Gnadenfrei die Sache in seine Hand. Viel Entgegenkommen hat er gefunden, viel freudige Begeisterung für die gute Sache. Nur wenige opponierten, diese allerdings mit seltener Konsequenz, aber es ward geschafft. Mir liegt es nun ob, allen herzlich zu danken, welche zu dem Gelingen des Baues beigetragen haben. Zunächst habe ich der Grundherrschaft zu danken, welche in uneigennützigster Weise den Platz für den Denkstein hergegeben hat. Zu danken habe ich den Behörden, insbesondere Herrn Landrat von Seidlitz, welcher uns beim Herrn Oberpräsidenten die Genehmigung einer Lotterie erwirkt hat; denn nur durch diese wurden wir in die Lage versetzt, die recht erheblichen Kosten für den Denkstein zu decken. Reiche Gaben flossen von den verschiedensten Seiten. Im Verkauf der Lose war ein erhebender Wetteifer zu bemerken. Insbesondere verdienen unseren herzlichsten Dank sämtliche Eulengebirgsvereine und auch vereinzelte Kriegervereine und Sanitätskolonnen. Sie alle haben uns gleiche große Posten von Losen auf einmal abgenommen. Das natürlich unsere Vereinsgenossen eifrig im Sammeln von Gewinnen, fleißig im Verkauf von Losen, tüchtig in der Baukommission gewesen sind, das will ich nicht näher ausführen. Diese haben einfach ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Aber einem Vereinsgenossen muß ich auch an dieser Stelle mein uneingeschränktes Lob aussprechen, welcher die Zeichnung unseres Gedenksteines entwarf und die Ausführung überwacht hat. (Es handelt sich anscheinend um R. Schueck, der sich in diesem Text als Autor der Chronik wohl nicht selber nennen wollte) Erwähnen will ich zum Schluß noch, daß auch die bauenden Firmen, insbesondere J. Haeckel, Jauer, Ernst Hampel & Söhne, Ober-Peilau, nur gute preismäßige und vorzügliche Arbeiten geliefert haben. So sage ich denn allen den vielen, welche sich um die Errichtung des Denksteines verdient gemacht haben, ein herzliches „Gott vergelts!“
Und so übergebe ich denn diesen Denkstein der Oeffentlichkeit mit dem Wunsche, daß noch viele Geschlechter nach uns dieses idyllische Plätzchen zum Ziel ihrer Wanderung wählen und sich erfreuen an der weiten Aussicht unseres schönen Gebirges vom Warthapaß bis hin zu den Leutmannsdorfer Bergen, und sich erbauen im Hinblick auf eine große Zeit unserer vaterländischen Geschichte. Das walte Gott!

Hieran anschließend brachte der Redner ein dreimaliges Hoch auf beide Majestäten, Kaiser Wilhelm II. von Deutschland und Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, aus, in welches alle Versammelten begeistert einstimmten und „Heil dir im Siegerkranz“ sangen. Hierauf fiel die Hülle. Der Gedenkstein trägt folgende Inschrift:
„Dem Gedächtnis der in der Schlacht bei Reichenbach am
16. August 1762 gefallenen und verwundeten preußischen
und österreichischen Krieger.“
Die Deputationen der Vereine legten nun Kränze nieder; so der Ernsdorfer Kriegerverein, der Peilauer Veteranenverein und Kriegerverein, Verein deutscher Waffenbrüder und der Eulengebirgsverein hatten einen Eichenkranz mit schwarz-gelber Schleife gewidmet. Als dann der Männerchor das Lied „Wenn sich deutsche Männer einen“ gesungen, sprach der Vorsitzende des Verbandes der Eulengebirgsvereine, Apotheker Fritsche, einige kräftige Worte. Er danke dem Peilau-Gnadenfreier Eulengebirgsverein für das geschaffene Werk, das weitere Kreise für die Schönheiten des Eulengebirges empfänglich machen und auch die Arbeiter in die schöne Natur ziehen soll. Seine Ansprache schloß mit einem Hoch auf den Peilau-Gnadenfreier Eulengebirgsverein.



Nach beendeter Feier machte Photograph Schiller-Nimptsch eine Aufnahme der Festteilnehmer und des Gedenksteins. Derselbe hat auch eine schöne Ansichtskarte des Gedenksteins gefertigt. Der Denkstein macht übrigens in der romantischen Umgebung einen vorzüglichen Eindruck. In seine Ränder sind auch mehrere hier gefundene Geschützkugeln, die zum Teil aus dem Berliner Zeughause, zum Teil aus hiesigem Privatbesitz stammen, eingefügt. Die zum Bau verwandten Steine entstammen ebenfalls der hiesigen Gemarkung, welche dem Herrn Wilhelm Dierig gehört. Vor dem Stein (die Tafel mit der Inschrift ist von Herrn W. Thust, Gnadenfrei, geliefert) laden zwei grüne Bänke zur Erholung ein. Das kleine Plateau wird an der abfallenden Stelle von 7 Granitpfeilern, die durch eiserne Ketten verbunden sind, begrenzt.
Die Teilnehmer begaben sich nach kurzer Rast im Forstgarten nach Peilau-Gnadenfrei zurück. Um ½ 7 Uhr wurde dann im Saale des Gasthofs der Brüdergemeine die Feier fortgesetzt und durch ein Festmahl, an welchem sich 60 Herren und Damen beteiligten. Die gut bereiteten Speisen machten der Küche des Herrn Schmidt alle Ehre. Während des Mahles wurden verschiedenen Ansprachen gehalten; so zunächst von Dr. Mikule. Er dankte nochmals allen für die Denkmalssache tätigen Mitgliedern, besonders Herrn Richard Schueck, den „Vater“ des Denksteins und den Kommissionen. Er rief allen ein „Vergelt’s Gott“ zu und forderte die Mitglieder des Peilau-Gnadenfreier Eulengebirgsvereins auf, allen denen, welche sich um die Denkmalssache verdient gemacht haben, ein Hoch auszubringen. Herr Gabler hieß alle namens des Vorstandes und der Fischerberg-Kommission willkommen. Insbesondere begrüßte er die Herren Röchling und Diakonus Williger, die Vorstände und Mitglieder der verschiedenen Vereine, dankte für die Kranzniederlegung derselben und dankte auch dem Hauptlehrer Bunert für die Gesänge des tapferen Männerchores. Seine Rede schloß mit einem Hoch auf die Festgäste. Alsdann wurden von Herrn Schaffraneck Glückwunschschreiben verlesen. Ein Glückwunsch-Telegramm sandte der Wüstewaltersdorfer Eulengebirgsverein. Schriftliche Glückwünsche sandten der Königl. Landrat Dr. jur. von Seidlitz, der Grundherr Wilhem Dierig, Gräfin Stolberg u. a. . Auf die Damen brachte Lehrer Rüffer einen Toast aus, in welchem dieselben sehr gefeiert wurden, und die weiblichen Eulen in Zukunft mehr als bisher in der Mitte des Vereins gern gesehen würden. Dem Vorsitzenden Dr. Mikule wurde für gehabte Mühewaltung von Bankier Röchling ein Hoch dargebracht. Nachdem Dr. Mikule dafür gedankt hatte, wurde das Tafellied, das Herr B. Herzog nach der Melodie „In dem wilden Kriegestanze“ gedichtet hatte, und das die Geschichte des Denksteines und die dabei mitwirkenden Personen in humoristischen Worten behandelte, von den Anwesenden gesungen. Das Lied schloß mit einem Hoch auf den hiesigen Eulengebirgsverein. Nachdem der kulinarische Genuß des Abends bei Ansprachen und Gesängen nahezu absolviert worden war, kam ein großer geistiger Genuß: „Die Schilderung der Schlacht am Fischerberge“ durch Diakonus Williger
( Die Rede des Herrn Diakonus Williger ist als Separat-Abdruck erschienen. Verlag E.E. Schulze, Gnadenfrei)
In höchst anschaulicher Weise gab er eine genaue Schilderung der Vorgänge auf dem hiesigen Kriegsschauplatze, auf welchem die Oesterreicher beinahe Sieger geworden wären, wenn nicht glücklicherweise der österreichische Feldmarschall Daun den Rückzug befohlen hätte, da er zu großen Respekt vor Friedrichs Feldherrngenie besaß. Der große König war in Peterswaldau und eilte dem Herzog von Bevern-Braunschweig zu Hilfe. Redner schilderte auch Friedrichs Einzug in Reichenbach. Der Denkstein soll ein Dankstein für den Gott der Schlachten sein. Zum Schluß der Rede sangen die Anwesenden stehend: „Deutschland, Deutschland über alles“. Eine weitere Ansprache hielt Herr Schulz als Vertreter des Vereins deutscher Waffenbrüder und des Peilauer Krieger- und Veteranen-Vereins. Er sprach vom heiligen Boden, auf dem der Denkstein steht und schloß seine Rede mit den Worten: „Deutsch sei dein Denken, deutsch sei dein Tun; so wird dich Gott lenken, und auf die wird Segen ruh’n“.
Von den Herren Schueck und Dr. Mikule wurde angeregt, ein Huldigungstelegramm an den Kaiser zu senden, das folgen Inhalt hat: „Die heut zur Einweihung des auf dem Fischerberge errichteten Denkmals zur Erinnerung an die Schlacht bei Reichenbach Versammelten erlauben sich untertänigst Ew. Majestät das Gelöbnis unverbrüchlicher Treue zu senden. Dr. Mikule Gnadenfrei II.“
Bei allgmeiner Fidelitas blieben die Festteilnehmer noch einige Zeit beisammen, bis für jeden einzelnen nach und nach die Abschiedsstunde nahte.
Das Antwort-Telegramm des Kaisers lautete: „Potsdam, den 14. September 1910. Seine Majestät der Kaiser und König lassen für die Meldung von der Einweihung des auf dem Fischerberge errichteten Denkmals zur Erinnerung an die Schlacht bei Reichenbach und den Huldigungsgruß der Festversammlung bestens danken. Der Geheime Kabinettsrat von Balentini.“
Die meisten der in der Schlacht Gefallenen sollen in Peilau in dem vormaligen Schäfergarten ruhen. Endlich haben sie – spät erst ihren Ehrenstein erhalten. Kommt ein neues Geschlecht auf, nun, so ist die Stätte nicht vergessen, wo tapfere Krieger kämpfen.“



Gedenkveranstaltung zum 250. Jahrestag der Schlacht am Fischerberg, August 2013




Der Fischerberg, polnisch Ryba Gora, wird abebaut! Das Denkmal wird im Juli/August 2017 abgebaut und in Peilau/Pilawa Dolna am ehemaligen Rothen Hof (Wilhelm Dierig) wieder aufgebaut. Die Arbeiten werden vom Museum Dzierzoniow/Reichenbach geleitet.




Abbau Fischerberg, April 2017



Homepage aktuell
 
Infos zu weiteren Orten im ehemaligen Kreis Reichenbach, Eulengebirge:

www.heimatbund-reichenbach.de
www.kreis-reichenbach.de
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Das Dorf
 
Es bestand aus den sechs Gemeinden Nieder-Peilau, Nieder-Mittel-Peilau, Mittel-Peilau, Ober-Mittel-Peilau, Ober-Peilau I und Ober-Peilau II. Neben Ober-Peilau II lag die Kolonie Gnadenfrei der Brüdergemeine.
1934 Eingemeindung; es entstehen die Gemeinden Peilau und Gnadenfrei (Ober-Peilau I und II, sowie Ober-Mittel-Peilau kommen zur Gemeinde Gnadenfrei).
Die Rittergüter
 
Der Schlösselhof

Der Niederhof

Das Gut Mittel-Peilau, bestehend aus dem Roten Hof und dem Weißem Hof
Die Kirchen
 
Die Katholische Kirche, genannt "weiße Kirche"
Sie steht auf einer Anhöhe in Nieder-Mittel-Peilau u. ist eine schöne, schlichte Dorfkirche. Nach der Reformation war sie etwa 100 Jahre evangelisch.

Die Evangelische Kirche, genannt "rote Kirche"
Friedrich der Große wurde am 17. August 1762 nach der Schlacht am Fischerberg von Peilaus Bewohners um Rückgabe ihrer Kirchen oder Erbauung einer neuen gebeten. Er sagte es ihnen zu, aber Preußen fehlten die finanziellen Mittel.
1840 schenkte Friedrich Wilhelm III. dem Ort 14878 Taler für den Bau der Kirche. Eingeweiht wurde die Rote Kirche am 18. Juni 1845.
 
aus: Vergangenheit und Gegenwart von Peilau-Gnadenfrei von Richard Schuck, Kommissions-Verlag Herge und Güntzel (Paul Wiese), Reichbach i. Schl. 1911


"Peilau ist ein sehr großes langgestrecktes Dorf im Kreise Reichenbach an der Eule. Es ist ein sogenanntes Straßendorf. Nur durch die Kolonie Gnadenfrei und in Ober-Peilau I im Zuge der verlängerten Bahnhofsschaussee sieht der Ort wie eine ländliche Stadt aus. Das Dorf beginnt fast am Dirsdorfer Walde und endet dicht vor der Stadt Reichenbach. Der Peilebach begleitet den zirka 12 km langen Ort. Das Wasser gibt demselben höchst malerische Punkte, wie am Gladisteiche. Auch in Mittel- und Nieder-Peilau findet der Wanderer Stellen, welche in ihrer Anmut einen hohen Reiz gewähren..."
 
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